Ihre Worte machen nur 7% Ihrer Kommunikation aus - der Rest sind Stimme und Körpersprache. Lernen Sie, wie Sie durch bewussten Einsatz Ihrer Körpersprache Ihre Botschaften verstärken und Ihr Publikum von der ersten Sekunde an überzeugen.

Die Macht der nonverbalen Kommunikation

Professor Albert Mehrabian fand in seinen berühmten Studien heraus, dass nur 7% unserer Kommunikation aus Worten besteht. 38% entfallen auf die Stimme und beeindruckende 55% auf die Körpersprache. Das bedeutet: Was Sie nicht sagen, ist wichtiger als das, was Sie sagen.

Kommunikations-Mix:

  • 7% Worte (Was wir sagen)
  • 38% Stimme (Wie wir es sagen)
  • 55% Körpersprache (Was unser Körper sagt)

Die richtige Körperhaltung

Ihre Haltung sendet bereits Botschaften, bevor Sie den ersten Satz gesprochen haben. Eine aufrechte, selbstbewusste Haltung signalisiert Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit.

Haltungs-Checklist:

Schultern zurück und entspannt
Füße hüftbreit auseinander
Gewicht gleichmäßig verteilt
Kopf aufrecht, Kinn parallel zum Boden

Gestik: Ihre Hände sprechen mit

Ihre Hände sind mächtige Kommunikationswerkzeuge. Richtig eingesetzt verstärken sie Ihre Botschaften, falsch verwendet können sie ablenken oder sogar Unsicherheit signalisieren.

Effektive Handbewegungen:

  • Offene Handflächen: Signalisieren Ehrlichkeit und Offenheit
  • Präzise Gesten: Unterstreichen wichtige Punkte
  • Ruhige Bewegungen: Wirken selbstbewusst und kontrolliert
  • Sichtbare Hände: Versteckte Hände wirken misstrauisch

Blickkontakt: Das Fenster zur Seele

Augenkontakt ist eines der mächtigsten Werkzeuge in der Kommunikation. Er schafft Vertrauen, zeigt Interesse und hält die Aufmerksamkeit des Publikums.

Blickkontakt-Strategien:

Die 3-Sekunden-Regel: Halten Sie zu jeder Person 3-5 Sekunden Blickkontakt, bevor Sie zu einer anderen wechseln.

Triangel-Technik: Teilen Sie Ihr Publikum in drei Bereiche und schauen Sie abwechselnd in jeden Bereich.

Bei Nervosität: Schauen Sie auf die Stirn zwischen den Augenbrauen - das wirkt wie Augenkontakt.

Mimik: Ihr Gesicht erzählt Geschichten

Ihr Gesichtsausdruck sollte zu Ihrer Botschaft passen. Ein Lächeln macht Sie sympathischer, aber es muss authentisch sein. Üben Sie vor dem Spiegel verschiedene Ausdrücke.

Mimik-Tipps:

  • Entspannen Sie bewusst Ihre Gesichtsmuskeln
  • Lächeln Sie mit den Augen, nicht nur mit dem Mund
  • Variieren Sie Ihren Ausdruck je nach Inhalt
  • Vermeiden Sie starre oder übertriebene Gesichtsausdrücke

Bewegung im Raum

Wie Sie sich im Raum bewegen, beeinflusst die Wahrnehmung Ihrer Autorität und Ihres Selbstvertrauens. Nutzen Sie den verfügbaren Raum bewusst und zielgerichtet.

Bewegungs-Techniken:

  1. Zentrale Position: Stehen Sie in der Mitte für wichtige Punkte
  2. Nähe zum Publikum: Gehen Sie näher für persönliche Ansprachen
  3. Langsame Bewegungen: Schnelle Bewegungen wirken nervös
  4. Bewusste Stopps: Bleiben Sie stehen, um Wichtiges zu betonen

Häufige Körpersprache-Fehler

Bestimmte Gesten und Haltungen können negative Signale senden, ohne dass Sie es merken. Vermeiden Sie diese häufigen Fehler:

Vermeiden Sie diese Signale:

Verschränkte Arme
Offene Körperhaltung
Hände in den Taschen
Sichtbare, aktive Hände
Hin- und herwackeln
Ruhiger, stabiler Stand

Fazit

Körpersprache ist erlernbar und trainierbar. Beginnen Sie mit bewusster Körperhaltung und Handbewegungen. Filmen Sie sich beim Üben, um Ihre Fortschritte zu sehen. Mit regelmäßiger Praxis wird gute Körpersprache zur zweiten Natur.

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